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Unser Institut auf der GEOINNO 2026 Konferenz in Budapest

Unser Institut auf der GEOINNO 2026 Konferenz in Budapest

Wie auch in früheren Jahren war unser Institut angemessen prominent auf der renommierten Konferenz „Geography of Innovation (GeoInno)“ vertreten, die Ende Januar 2026 an der Corvinus Universität in Budapest stattfand. Die Konferenz zählt zu den global wichtigsten Veranstaltungen für WissenschaftlerInnen, die zur räumlichen Dimension von Innovationen forschen. 

Steffen Bauerochse stellte Ergebnisse aus dem von Ingo Liefner geleiteten DFG-Projekt „Wege zur Nachhaltigkeit durch Advanced Frugal Innovation: Innovationsentstehung und -skalierung unter Ressourcenarmut (AFRIN)“ vor. Unter den Thema „Mapping the development and scaling of Advanced Frugal Innovation: Actor networks and process structures in South Indian Startups“ zeigte er auf, wie stark Prozesse zur Generierung und Skalierung von “Advanced Frugal Innovations” (AFI) in südindischen Startups durch lokale Akteure geprägt sind und in welchen Kontexten AFIs entstehen. 

Rolf Sternberg präsentierte ein gemeinsam mit seinen DoktorandInnen Christoph Friedrich und Anne Kagel geschriebenes Paper, das im Vortrag den Titel „Specific modes of innovations need specific innovation policies: the case of DUI innovations in lagging regions“ trug und im Rahmen des BMBF-Forschungsprojekts “DUI.REG”) entstand. Der Vortrag argumentierte auf Basis einer breiten qualitativ-empirischen Basis (209 Interviews, KMU-Führungskräfte und Intermediäre aus 12 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten) zugunsten einer Neugestaltung regionaler Innovationspolitik in strukturschwachen Regionen Deutschlands mit dem klaren Fokus auf DUI-Innovationen in KMU.

„Spatial patterns of skill-driven internal migration: Changes before, during and after the pandemic“ war das Thema des Vortrags von Louis Knüpling (Utrecht University), der ein gemeinsam mit Rolf Sternberg und Anne Otto (IAB Saarbrücken sowie IWKG) geschriebenes Paper vorstellte, das im Rahmen des laufenden DFG-Projekts „ReDiCOV - Regionale Unterschiede der ökonomischen Effekte des Covid-19 Ausbruchs: Homeoffice und die Rolle der Digitalisierung“ entstand. Die auf einzigartigen Daten des IAB beruhende empirische Analyse zur Binnenmigration vor, während und nach der Pandemie zeigt erstmals Hinweise darauf, dass ländliche Regionen nach der Pandemie stärker von Wanderungsgewinnen profitieren als urbane Regionen, anders als vor der Pandemie und vor der digitalisierungsbedingten Zunahme von remote working und home-office.

Kerstin Schaefer stellte außerdem ihre Arbeit zum Thema „Data for researching the Geography of (Tech) Standardization“ in einer Special Session über neue Daten und Methoden für die geografische Innovationsforschung vor. Sie erläuterte, warum Standardisierung für Forschende im Bereich der Wirtschaftsgeografie ein äußerst wichtiges Thema ist, und zeigte verschiedene Datentypen und -quellen auf, die zum besseren Verständnis ihrer (regionalen) Auswirkungen herangezogen werden können.

Das IWKG möchte an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, um den VeranstalterInnen zur gelungenen Organisation der Konferenz zu gratulieren und sich bei allen Teilnehmenden für den angeregten Austausch zu bedanken. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Auflage der GeoInno, die 2028 in Porto stattfinden wird.