Im Rahmen des kulturgeographischen Studienprojekts lernen Studierende qualitativ zu forschen – und das mit direktem Anwendungsbezug.
Das Büro für Beteiligungskultur und Stadtentwicklung e.V. (bbs) hat eine Initiative zur niedrigschwelligen Beteiligung in der Stadtentwicklung gestartet. Dabei ist dem Team aufgefallen, dass professionelle Akteur:innen in der Stadtentwicklung häufig Begriffe und Konzepte verwenden, die nicht von allen Stadteinwohner:innen verstanden oder gleich gedeutet werden. Dies hat zur Folge, dass viele Einwohner:innen ihre Betroffenheit in Stadtentwicklungsprojekten nicht erkennen, ihre Mitwirkungsmöglichkeiten nicht verstehen, gar ablehnen, oder auch keine Initiative ergreifen. Daher hat das bbs ein Interesse, zu verstehen, wie die Stadtentwicklung durch adressat:innenorientierte Sprache und Begriffsverwendung das Ziel niedrigschwelliger, und damit breiterer Beteiligung and Stadtentwicklungsfragen besser erreichen kann.
Unter Betreuung und Begleitung von Anna-Barbara Heindl und bbs erforschen Studierende des kulturgeographischen Studienprojekts daher im Wintersemester, wie vielfach genutzte Begriffe in der Stadtentwicklung von unterschiedlichen Gruppen in der Einwohner:innenschaft Hannovers verstanden werden. In der Konsequenz kann eine begriffssensiblere Beteiligungskultur die Anliegen der Stadtentwicklung besser vermitteln, das Verständnis, betroffen zu sein und an Veränderungen teilhaben zu können, verbessern und somit die Motivation für eine Beteiligung erhöhen.