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Ökonomische Bewertung und räumliche Modellierung des Schadenspotentials in Unterweserregion Bremerhaven - Butjadingen - Land Wursten

Ökonomische Bewertung und räumliche Modellierung des Schadenspotentials in Unterweserregion Bremerhaven - Butjadingen - Land Wursten

Leaders:  Prof. Dr. Ludwig Schätzl
Team:  Matthias Kiese, Britta Leineweber
Year:  2001
Sponsors:  Bundesamt für Luft- und Raumfahrt
Lifespan:  1999 - 2001
Is Finished:  yes

Ein beschleunigter Meeresspiegelanstieg macht den Küstenschutz angesichts leerer öffentlicher Kassen zunehmend von einer Unbedingtheit (Küstenschutz um jeden Preis) zu einem Entscheidungsproblem. Um eine effiziente Allokation der knappen Mittel zu gewährleisten, sind die vordringlichsten Küstenschutzinvestitionen mit Hilfe von Kosten-Nutzen-Analysen zu ermitteln. Dabei entspricht der Nutzen einer Küstenschutzmaßnahme dem im Versagensfall ("wenn die Flut kommt") vermiedenen Schaden. Unter sonst gleichen Bedingungen sind Ausbaumaßnahmen dort vorzuziehen, wo das Schadenspotential im Hinterland am größten ist.

Der von der Abteilung Wirtschaftsgeographie des Geographischen Instituts an der Universität Hannover bearbeitete Teil des Projektes "Risiko einer Küstenregion bei Klimaänderung: Ökonomische Bewertung und räumliche Modellierung des Schadenspotentials in der Unterweserregion Bremerhaven - Butjadingen - Land Wursten" soll die hinter dem Deich liegenden "geschützten Werte" erfassen, monetär bewerten und räumlich modellieren. Mit Schadensfunktionen belegt, ergeben die so ermittelten geschützten Werte das Schadenspotential, mit dem im Falle einer Überflutung zu rechnen wäre.

Die Ergebnisse dieses Projektes fließen in das Forschungsvorhaben "Risiko einer Küstenregion bei Klimaänderung" ein, das das Franzius-Institut für Wasserbau und Küsteningenieurwesen in Zusammenarbeit mit der Abteilung Wirtschaftsgeographie durchführt. Das Franzius-Institut berechnet die Versagenswahrscheinlichkeit einzelner Elemente des Küstenschutzssystems im Modellgebiet unter Berücksichtigung möglicher Klimaänderungen und modelliert konkrete Überflutungsszenarien mit Hilfe eines numerischen Programms (MIKE21) und eines Geo-Informationssystems (GIS), in das die von der Abteilung Wirtschaftsgeographie erarbeiteten Schadenspotentiale integriert werden.