Ein neues Paper von Peter Dirksmeier in der Fachzeitschrift Humanities and Social Sciences Communications untersucht, wie soziale Infrastrukturen und Nachbarschaftsbeziehungen das Zugehörigkeitsgefühl in ausgewählten deutschen Gemeinden beeinflussen.
Die Bedeutung von sozialen Infrastrukturen für das Zugehörigkeitsgefühl der Menschen ist der Gegenstand der Untersuchung. Frühere Studien betonen oft Faktoren wie die Wohndauer, Vertrauen oder Gemeinschaftsorganisation für das Gefühl der Zugehörigkeit, vernachlässigen aber soziale Infrastrukturen. Zudem konzentrieren sich diese Analysen vorwiegend auf große Metropolen und übersehen kleinere Orte. Das neue Paper von Peter Dirksmeier untersucht mit aktuellen Daten, die am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) erhoben wurden, wie das Gefühl der lokalen Zugehörigkeit und die vor Ort vorhandene soziale Infrastruktur miteinander zusammenhängen. Die Ergebnisse zeigen, dass das Zugehörigkeitsgefühl vor allem von den Beziehungen zu den Nachbar:innen abhängt. Vertrauen und Gespräche mit Nachbar:innen sind die wichtigsten Faktoren. Die soziale Infrastruktur spielt in Deutschland zwar eine Rolle, ist aber weniger entscheidend für das Zugehörigkeitsgefühl.
Der Aufsatz ist open access erschienen und kann hier abgerufen werden.